Prinzessin besucht Königin - Schweizer Drehorgel-Club

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Prinzessin besucht Königin

Nachrichten
Drehorgel-Gottesdienst der reformierten Kirchgemeinde Laufenburg und Umgebung

(psh) Am letzten Sonntag erwies Bruno Leoni der reformierten Kirchgemeinde Laufenburg und Umgebung die Ehre. Schon nach wenigen Takten war klar, dieses kleine Instrument erfüllt die Kirche und dies mit neuen, erfrischenden Klängen. Mit einem listigen Augenzwinkern wies Bruno Leoni zur Empore. «Dort steht die Königin der Instrumente» und mit einer Verneigung zu seiner Drehorgel sagte er: «Da seht ihr meine Prinzessin!»


Foto: Erich Kohli

Wer kennt ihn nicht in Laufenburg, den smarten König der Drehorgel. Mit Schlips, Charme und Melone bringt Bruno Leoni seit Jahren an der «hela» sein Instrument zum Klingen. Wie ein verliebter Hochzeiter dreht er das Rad seiner Orgel und strahlt mit den fröhlichen Klängen um die Wette.
Freude haben und Freude machen könne man auch mit einer Kirchenorgel, meinte Bruno Leoni. Aber Freude bringen, der dritte Teil seines Lebensmottos, geht nur mit einem Instrument, das man überall hin mitnehmen kann. Da ist die Drehorgel in ihrem Element.
Unter dem Titel «Biblische Knacknuss» lädt Pfarrer Norbert Plumhof jedes Jahr eine in der Gegend verwurzelte Persönlichkeit zur Gestaltung des Gottesdienstes ein. Der «Drehörgelimann» sprach auf der Kanzel natürlich von Musik. Er entführt die Zuhörer an den Hof des depressiven Königs Saul. Die einzige Linderung in dessen finsteren Stunden gewährt ihm die Harfenmusik des jugendlichen Hirten David. Dass Musik zu trösten vermag, hat Bruno Leoni mit seinem Instrument schon des öfteren erlebt. Er berichtet von Menschen, die ihm nach seinem Spiel dafür dankten, dass die Musik ihnen Licht und neue Zuversicht geschenkt hätte.
Neben einigen Kirchenliedern, vom Organisten Andreas Basler an der Königin der Instrumente begleitet, sang die Gemeinde das besinnliche Lied «All’s was bruuchsch uf der Wält» zu den Klängen der Drehorgel.
Beim anschliessenden Chilekafi brachte Bruno Leoni noch weitere musikalische Leckerbissen zu Gehör und gewährte den interessierten Besuchern Einblick in das Innenleben seines Instruments.


Foto: Erich Kohli

Quelle: Fricktal Info 7.3.2016





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